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PIWI - Abkürzung für 'pilzwiderstandsfähige' Rebsorten

PIWI     Abkürzung für pilzwiderstandsfähige Rebsorten

Ein großes Problem im konventionellen Weinbau besteht in der Anfälligkeit der weit verbreiteten europäischen Rebsorten für Erkrankungen wie den Pilzbefall mit Echtem und Falschem Mehltau.

Um den Ertrag zu sichern, muß der Winzer hochwirksame, aber auch schädliche Pflanzenschutzmittel ausbringen, bis zu zehnmal in der Saison, unter ungünstigen Witterungsbedingungen oder im biologischen Weinbau noch häufiger, da letztere auf diese Mittel zugunsten weniger intensiver Substanzen verzichten.

Ein Nebeneffekt dieser 'Spritztouren' oder Spritzdurchgänge im Weinberg ist die Verdichtung des Bodens durch Traktorfahrten durch die Reben, dazu kommt die Anreicherung der Mittel wie z.B. Kupfer im Boden.

Pilzwiderstandsfähige Rebsorten, Piwis, haben dieses Problem nicht oder kaum; der Einsatz der Pflanzenschutzmittel ist um ein vielfaches geringer.

Mittlerweile arbeiten viele Winzer mit diesen Neuzüchtüngen, die Namen wie Helios, Solaris, Monarch oder Pinotin u.a. tragen, es gibt sie als weiße und rote Varianten.

Sie werden schon häufiger im südwestdeutschen Raum, aber auch in nordischen Ländern, den Niederlanden, England und Schweden angebaut.

Quelle: M. Heybrock FAS Nr. 10  11. März 2018  Seite 15