Worauf Sie beim Weinkauf achten sollten

Worauf Sie beim Weinkauf achten sollten


Wichtige Aspekte, die Ihnen beim Kauf von Wein und Schaumweinen Orientierung geben:

Vor dem Weinregal stehen und sich zurechtfinden oder die richtigen Fragen stellen, das wünscht sich doch jeder!  
Wir möchten Ihnen deshalb gerne nützliche Tipps und Anregungen sowie Wissenswertes zum Einkauf von Weinen und Schaumweinen geben und Ihnen ein sicheres Auftreten beim Weinkauf ermöglichen – umso größer wird Ihr Weinvergnügen an den ausgewählten Tropfen sein!
Die alte, aber immer neue und wichtige Frage lautet: ‚Worauf muss ich beim Weinkauf achten, woran kann ich die Qualität eines Weines erkennen, was sichert mir nachhaltigen Weingenuss und ist der Wein das Geld wert, das ich für ihn ausgebe?‘ Schließlich wollen Sie sich mit dem ausgewählten Wein vom ersten Schluck an wohlfühlen.

Handelt es sich um eine Abfüllung vom Weingut?
Winzerweine werden vom Weinberg bis in den Keller vom Winzer begleitet und sind Gewähr für zuverlässige Qualität, vgl. ‚Vigneron Indépendant‘ in Frankreich.

In welchem Anbaugebiet (Land/Region/Appellation) liegen die Weinberge, welche Ausrichtung haben sie?
Eine Süd-Südwest-Ausrichtung ist optimal, wegen der Sonneneinstrahlung.

Handelt es sich um einen Guts-, Orts- oder Lagenwein?

Handelt es sich um eine Steillage?   
Die erhöhte Sonneneinstrahlung lässt die Trauben besser reifen.

Um welche Rebsorten handelt es sich? Ist der Wein rebsortenrein oder eine Cuvée aus mehreren Sorten?  
In jedem Anbaugebiet sind bestimmte Rebsorten vorgeschrieben.

Wie wird geerntet? per Hand oder Maschine? Wird das Lesegut sorgfältig, sogar mehrfach selektiert?
Gesundes, reifes Lesegut ist die Voraussetzung für gute, langlebige Weine.

Wieviel erntet der Winzer pro Hektar (Hektarertrag)?
Je weniger desto besser! Obergrenze bei AOC-Weinen ist 60 hl/ha.

Wie wird vinifiziert? Wie lange steht der Most auf der Maische (Maischestandzeit)?
Relativ kurz bei Weißweinen, länger, meist zwei bis drei Wochen bei Rotweinen zur besseren Extrakion von Farbe und Aromen. Eine längere Maischestandzeit bringt mehr Farbe und Aromen in den Wein.

Wie ist der weitere Ausbau des Weins? Im Tank, großem Holzfass oder Barrique?
Höherwertige Grundweine werden meist in Holzfässern oder Barrique ausgebaut.

Wieviel Schwefel setzt ein guter Winzer ein?
Nur so viel wie unbedingt nötig, absolut sauberes Arbeiten ist dazu Voraussetzung.
Verzichtet der Winzer im Weinberg auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Düngemittel, Antibiotika, Wachstumshormonen? Arbeitet er mit der Natur statt gegen sie, erhält er den Boden fruchtbar, fördert er die Artenvielfalt mit dem Ziel gesunde Lebensmittel zu erzeugen , in diesem Fall Wein mit natürlichen Aromen und Geschmack?

Bei Schaumweinen gelten diese Kriterien ebenso!

Darüber hinaus:

Wird die Kohlensäure in der Kälte aufgepresst (einfachste Perlweine), wird die ‚Mousseux‘/das Schäumen durch Vergärung im Drucktank /Autoklaven erzeugt (Charmat/Martinotti-Verfahren) oder durch zweite Gärung in der Flasche wie bei Premiumprodukten (Champagnerverfahren/‘méthode champenoise/Flaschengärung)?
Wie lange liegt der Wein bei der Flaschengärung auf der Hefe?
bei Qualitätschampagnern sind es mind. drei Jahre, per Gesetz sind neun Monate vorgeschrieben
Wie ist der Süßegrad?  in g/l Zucker;
der Bereich ‚Brut‘ geht von 0 bis 15 g/l , bei einem Nature- oder ‚zéro dosage‘-Schaumwein wird kein Zucker zugesetzt, hochwertige Grundweine sind die Voraussetzung dafür.

na dann zum Wohl!  Santè  Cin Cin!

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